Warum Zuckerfrei & Was ist Zucker?

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Warum Zuckerfrei & Was ist Zucker?

2018-02-09T14:56:17+00:00 Februar 9th, 2018|Zuckerfrei|

Schon mal auf die Inhalte deiner Produkte geachtet? Zucker wird (fast) überall reingemischt. Und es macht schneller süchtig als jede andere Droge. Sie ist im Gegensatz zu anderen Suchtstoffe aber völlig legal und wird uns in grossen Mengen „verfüttert“. Ich ernähre mich hauptsächlich ohne raffinierten Zucker und werde eine Zuckerfrei Diät machen über die Fastenzeit. Auf meinem Blog erfährst du, wie es mir dabei ergeht.

Was ist Zucker?

Wenn wir von Zucker sprechen, meinen wir meist das weisse, süsse Pulver, den sogenannten Haushaltszucker. Hergestellt wird er aus der Zuckerrübe oder dem Zuckerrohr. Beide Pflanzen stellen diese Reserven mithilfe der Photosynthese her.

In der Wissenschaft nennt sich der Haushaltsucker Saccharose. Chemisch gesehen ist Saccharose ein Zweifachzucker bestehend aus einem Teil Glukose  (Traubenzucker) und einem Teil Fruktose (Fruchtzucker). Zucker kommt in verschiedenen Molekülverbindungen vor, wie beispielsweise in Laktose (Milchzucker) oder Polysaccharide wie Stärke (in Getreide oder Kartoffeln).

Zucker ist ein Nahrungsmittel – genauer gesagt ein Kohlenhydrat. Und diese wiederum sind die Hauptenergielieferanten für unseren Organismus. Viele der Grundnahrungsmittel wie Reis, Kartoffeln, Getreide und Hülsenfrüchte sind sehr kohlenhydratreich. Kohlenhydrate werden im Dünndarm vom Körper in die einzelnen Saccharid-Moleküle zerlegt und gelangen so ins Blut und in die Zellen, wo sie uns die Energie geben, uns zu bewegen und zu denken. Gerade das Hirn braucht ganz viel Glukose (Ein Zuckermolekül) für den hohen Energieverbrauch.

Der Zucker in unserem Körper

Zucker kommt bekannterweise auch in der Natur vor: Jede Frucht enthält Fruktose, jedes Getreide enthält Polysaccharide. Der Zucker ist allerdings nur ein Anteil dieser Pflanzen. Sie enthalten immer auch Ballaststoffe, Vitamine, Mineralien und andere Nährstoffe. Dies ist bei raffiniertem Zucker nicht der Fall. Er enthält sozusagen pure Fruktose-Glukose Verbindungen. Pure Energie also, die dem Körper nichts Weiteres bringt.

Der Zucker in natürlich vorkommenden Lebensmitteln (wie beispielsweise die Stärke in Kartoffeln) kann wegen den Ballaststoffen nur langsam abgebaut werden und geht so Stück für Stück ins Blut über. So ist eine gleichmässige Energiezufuhr sichergestellt.

Das Kohlenhydrat  Haushaltszucker in Süssigkeiten und Süssgetränken muss allerdings nur noch ein einziges Mal vom Körper zerteilt werden und kann direkt ins Blut gehen.  Raffinierter Zucker enthält keine Vitamine, Mineralien oder Ballaststoffe, besteht also aus „leeren Kalorien“, was zu extremen Blutzuckerspiegelschwankung führt. Die gespaltenen Moleküle gelangen in Sekundenschnelle in das Blut, wodurch der Zuckerspiegel in die Höhe schnellt. Wir haben einen kurzfristigen Energiekick. Der Körper muss diesen wieder ausgleichen, in dem er in der Bauchspeicheldrüse Insulin produziert. Das Hormon hat die Aufgabe den überschüssigen Zucker in die Zellen zu bringen. Falls die Energie nicht gebraucht wird, wandelt die Leber den Zucker in Unterhautfettgewebe als Energiespeicher um. Dieser hat  früher unser Überleben gesichert, was beim heutigen Nahrungsangebot allerdings nicht nötig ist.

Durch den schnellen Blutzuckerspiegelanstieg wird meist mehr Insulin ausgeschüttet, als nötig wäre, da der Körper mit hohen Zufuhren rechnet. Der Zucker wird dann ebenfalls durch das Insulin schnell wieder gesenkt, sodass eine Unterzuckerung entsteht – wir haben keine Energie und verlangen nach Zucker. Sogar die Bakterien in unserem Darm passen sich der Nahrung an und wollen – je mehr Zucker wir zu uns nehmen auch mehr davon.

Fruktose – Das schwarze Schaf  der Zuckerfamilie

Schon John Yudkin hat in den 70er Jahren das eigentliche Problem der Amerikanischen Diät und die zusammenhängende Übergewichtigkeit herausgefunden. Nicht das Fett, wie alle anderen Wissenschaftlern behaupteten, nein, der Zucker ist das Übel der Sache. Allerdings wurde und wird seine Feststellung lieber totgeschwiegen – eine ganze Industrie würde ansonsten zusammenbrechen. Trotzdem verbreitet sich das Wissen so langsam. Auch Doktor Robert H. Lustig erklärt den Zusammenhang zwischen Zucker, spezifisch gesagt dem Fruktosemolekül und etlichen Krankheiten.

Kalorie ist nicht gleich Kalorie

Obwohl Zucker ebenfalls zu den Kohlenhydraten gehört, läuft ein ganz anderer Prozess im Körper ab, je nach Molekül, dass verarbeitet wird. Eine Kalorie Spaghetti hat nicht die gleiche Wirkung wie eine Kalorie Cola. Zucker, besser gesagt, Fruktose gehört hier zu den schädlichsten Stoffen, die es gibt.

Lustig vergleicht das Gift Alkohol (wir wissen alle, dass ein Übermass uns schädigt und gar zum Tode führen kann) mit dem Gift Fruktose. Die Ergebnisse sind schockierend.

Ethanol (Alkohol) ist ebenfalls ein Kohlenhydrat. Bei einem 120 Kalorienbier landen 96 davon in der Leber, wo ein biochemischer Vorgang stattfindet. Einfach gesagt: Alkoholkohlenhydrate gehen rein, Fettmoleküle entstehen. Die gleiche Kalorienmenge aus einem Süssgetränk (auch Säfte) löst fast die gleiche Reaktion aus.

Im Gegensatz dazu landet nur viel weniger Glukose in der Leber, die Insulinproduktion wird normal angeregt und das Sättigungsgefühl ausgelöst.

Gesundheitliche Auswirkungen von Zucker

Fruktose triggert weder das Sättigungsgefühlshormon noch die Insulinproduktion. Der Magen und das Hirn möchten also mehr und mehr und mehr. Fruktose kann nur von der Leber umgewandelt werden – und zwar zu Fett, wodurch der Mensch dicker und dicker wird.

Nach neuen Studien zufolge hängt Fettleibigkeit und Diabetes nicht nur von der Kalorienmenge, sondern auch von der Form deren zusammen. Zucker schneidet da am schlechtesten ab. In einer anderen Studie wird ebenfalls klar ersichtlich, dass da wo Menschen mehr Zucker essen, auch mehr Diabetiker sind.

Auch Herzkrankheiten sind direkt mit Zucker in Verbindung gebracht worden. Doch damit nicht genug, auch unser Hirn schrumpft wortwörtlich mit einer Zuckerreichen Ernährung, sodass auch Demenz davon hervorgerufen werden kann.

Weiter werden Adipositas, Candida (Darmpilze), Magendarmerkrankungen, Bluthochdruck, ADHS; Karies, Hautprobleme, Haarprobleme und Schilddrüsenerkrankungen damit in Verbindung gebracht.

Nach Dr. Lustig kann ein grosser Fruktosekonsum ähnliche gesundheitliche Probleme auslösen wie der Alkohol. Er rät daher von beidem ab. Für eine gesunde Ernährung empfiehlt er keine süssen zu konsumieren, Kohlenhydrate nur mit Ballaststoffen zu essen, 20 Minuten warten vor der zweiten Portion und sich viel zu bewegen. Gerade letzteres kann dazu führen, dass die Fruktose vor der Umwandlung schon verwendet wird und sich nicht zu Fett absetzen kann.

Ballaststoffe – das Gegengift

Fruktose kommt in der Natur nur in Kombination mit Ballaststoffen vor. Sie sind sozusagen das Gegengift.  Die Ballaststoffe sorgen dafür, dass die Kohlenhydrate nicht so schnell vom Darm aufgenommen werden und das Insulinspiegel geregelt abläuft. Aber Achtung: Auch Säfte enthalten kaum noch Ballaststoffe und sind deshalb ebenfalls nicht so gut wie geplant. Selbstgemachte Smoothie sind da schon besser, da auch die Ballaststoffe mitgemixt werden. Trotzdem wurde die Struktur verändert und man trinkt mehr, als man an Obst essen würde…

Die Zuckerfrei Challenge in der Fastenzeit  #zuckerfreiefastenzeit

Ich gehe zuckerfrei – wanna join me? Ich verzichte in der Fastenzeit auf alles zuckerhaltige, aber auch auf Früchte mit viel Zucker. Ausser Orangen, Äpfel und Beeren werde ich keine Früchte essen und mich natürlich weiter vegan ernähren. Wie es mir so ergeht, werde ich hier festhalten.  #zuckerfreiefastenzeit

Unterdessen gibt es viele Bücher und Blogs zum Thema Zuckerentwöhnung. Denn, da dieser Stoff wie eine Droge wirkt, muss man den Körper auf Entzug setzen. Falls du noch etwas mehr Inspiration brauchst hier eine kleine Liste:

Bücher

  • Zuckerfrei: Die 40 Tage Challenge – Hannah Frey
  • Endlich Zuckerfrei – Daniel Valentin
  • Pur, weiss, tödlich – Dr. Yudkin

Blogs

Filme

Mach mit in meiner Zuckerfrei-Challenge in der Fastenzeit!

Unter Rezepte findest du übrigens tolle Nachtische, Frühstücksideen und Hauptgänge ohne Zucker. Bald ist auch mein zuckerfreies, glutenfreies und veganes Kochbuch fertig…

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