Tschüss Erkältung – Heilen mit Wurzeln und Kräutern

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Tschüss Erkältung – Heilen mit Wurzeln und Kräutern

2017-11-22T16:07:30+00:00November 22nd, 2017|Gesund, Heilpflanzen|

Beim letzten Vortrag von Conny, hab ich wieder einiges gelernt. Unter anderem, welche Wirkung folgende Wurzeln und Kräuter haben. Diese hat man fast immer zuhause, sodass man bei einer Erkältung oder Grippe nicht extra in die Kälte muss – sondern sich mit Hilfe der Natur zuhause heilen kann.

Zwiebel
Die kleine Wunderwurzel kann nicht nur Speisen mit ihrem unverkennbaren Geschmack bereichern, sondern ist entzündungshemmend, blutdrucksenkend, antibakteriell und immunsystemstärkend.
Anwenden kann man sie in verschiedenen Varianten: Im Fuss- oder Handbad wirkt sie wärmend. Wer einen Zwiebelhonighustensirup machen will zerkleinert eine Zwiebel und gibt 3 EL Honig (oder Ahornsirup für Vegane 😉) dazu und lässt ihn maximal 12 Stunden stehen und siebt dann die Zwiebel wieder heraus. Im Kühlschrank hält sich der Sirup ungefähr eine Woche.
Zwiebelringe können auch im Tuch auf Ohr und Stirn aufgelegt werden (die vorher auf einer Wärmeflasche gewärmt wurden).

Meine Mama hat früher immer ein Schälchen mit geschnittener Zwiebel aufs Nachttischchen gestellt, wenn ich erkältet war – damit meine Nase frei war. Funktionierte prima!

Rote Beete
Die erdige Wurzel, die wir in der Schweiz «Rande» nennen ist abwehrstärkend, hilft bei jeglichen Blutkrankheiten, senkt den Blutdruck und entsäuert. Sie ist allerdings bei Nierensteinprobleme mit Vorsicht zu geniessen. Und keine Panik, wenn Hände und Urin rot sind – irgendwoher hat die Wurzel ja ihren Namen.

Rote Beete kann roh oder gekocht gegessen werden. Simone von Heimatliebe hat ein superleckerer Smoothie mit Karotte, rote Beete, Beeren, Cranberrys, Ingwer und Banane gemacht.
Die Wurzel kann auch als Salat oder als Ofengemüse und Suppe genossen werden. Eins meiner Lieblings-Winter-Gemüse überhaupt.

Rettich
Rettich wurde früher auch als «Alternative zu Antibiotika» genannt. Seine Heilwirkungen reichen von Entgiften der Schleimhäute, über Linderung von Rheuma und Gicht bis zur Bekämpfung von Erkältungen. Er ist des Weiteren harntreibend und verdauungsfördernd.

Auch aus Rettich kann ein Sirup gemacht werden. Dazu die Kappe abschneiden, den Rettich aushöhlen und unten ein kleines Loch schneiden. Dann den ausgehölten Rettich mit Rohrohrzucker füllen und den Deckel darauflegen und in ein Glas stellen. Nach zwei Stunden (jetzt sollte der Zucker langsam aufgelöst sein) das Loch von der Aushöhlung nach unten durchstechen, dass der Sirup langsam raustropft.

Ingwer
Schon vor 5’000 Jahren war in China bekannt, dass Ingwer ganz viele heilende Wirkungen hat.
Unter anderem ist er wärmend, antiseptisch, entzündungshemmend, abwehrstärkend und hilft gegen Reizdarm und Husten. Zudem kann man ihn auch gegen Übelkeit – ja sogar Reiseübelkeit einsetzen. Ingwer wirkt sich auch gut auf den Cholesterinspiegel aus.

In der Asiatischen Küche wird er in vielen Gerichten beigegeben und schmeckt super auch als Tee (Ingwer ungeschält in Scheiben schneiden und mit heissem Wasser übergiessen).

Thymian
Thymian ist fast in jedem Hustentee zu finden, denn dagegen wirkt er hervorragend. Er ist zudem schleimlösend, tötet Bakterien ab und desinfiziert. Früher galt er als «Antibiotika der armen Leute». Bei Fieber fördert er das Schwitzen und in einem starken Absud kann er sogar als Putzwasser verwendet werden.

Weil er schweisstreibend ist, kann der Thymian auch schnell austrocknen. Deswegen am besten im Tee auch noch Linden und Holunder beifügen. Denn auch diese wirken fiebersenkend. Die Lindenblüten lindern zudem Entzündungen.

Kamille
Das «Unkraut», das in fast jedem Garten wächst, verdient eigentlich eher den Namen eines «Superkrauts». Kamille ist entzündungshemmend, beruhigend, krampflösend und kann für verschiedene Probleme angewendet werden.

Bei Augenentzündungen kann das Auge mit einem Teebeutel mit Kamille betupft werden. Die kleine Sonne hilft auch gegen Bauchschmerzen hervorragend – das habe ich als Kind immer bekommen.

Zimt, Nelke und Anis
Die typischen Weihnachtsgewürze, die in Lebkuchen, Glühwein und Plätzchen ja nicht fehlen dürfen, sind nicht umsonst so beliebt im Winter. Zimt wärmt, ist nervenstärkend, keimtötend und anregend (Achtung – zu viel ist giftig). Nelken ist ein gutes Abwehrmittel gegen Pilze und Bakterien und abwehrkraftstärkend. Anis löst Krämpfe und Schleim und hilft so auch gegen Husten.

Krankheiten als Zeichen
Auch Conny hat erklärt, dass man nicht sofort nach dem Hustensirup wieder aufspringen sollte und das Leben weiter managen. Vielleicht will uns ja die Erkältung auch sagen, dass wir mal einen Gang runterschalten sollten – den der Winter ist genau dazu da.
Danke, liebe Conny für die tollen Rezepte und Hausmittelchen!

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