Ich verwende äusserst selten Sonnencreme. Meine bisherige Taktik war, etwas Kokosöl einstreichen und entweder mit grossem Strohhut für Schatten sorgen oder mich einfach unter den nächsten Baum begeben. Sobald ich aber länger an der Sonne sein „muss“ (letztes Jahr war ich bei einem sehr interessanten Vortrag, wo leider keine Schattenmöglichkeit in der Nähe war) oder man im Sommerurlaub sich auch mal länger als eine halbe Stunde an der Sonne aufhält, braucht meine Haut extra Schutz.

Sonnencreme zu kaufen kam für mich aus verschiedenen Gründen nicht in Frage: 1. die Verpackung, die in 99% aus Plastik ist, 2. die Inhaltsstoffe, 3. bei Biosonnencremes die weissen Spuren, die sie hinterlassen. Also hab ich recherchiert und ausprobiert und dieses Rezept für gut befunden.

 

 

 

 

 

UV-A und UV-B Schutz

Wie oben gesagt, gibt es einige Öle, welche einen natürlichen Sonnenschutz vor UV-B-Strahlung schützen. Für Übergangszeiten könnte also Kokosfett als Sonnenschutz genutzt werden. Auch ätherische Öle wie Lavendel und Eukalyptus bieten einen kleinen Sonnenschutz (Achtung, Zitrusfrüchte machen die Haut durchlässiger, also ja kein Orangenöl dazugeben). Allerdings schützt dies nicht vor der UV-A-Strahlung, welche tiefer in die Haut vordringt. Es ist also wichtig, einen mineralischen Schutz hinzufügen. Hierzu wird je nach Rezept Zinkoxid in Nano oder non nano Partikelgrösse genutzt. Welche Partikelgrösse man bevorzugt, kann nach eigener Recherche entschieden werden. Ich habe das Zinkoxid aus der Apotheke bekommen, welches ich direkt in mein mitgebrachtes Glas abfüllen lassen konnte. Für das unten aufgeführte Rezept würde das Zinkoxid ungefähr 1 Euro kosten.

Rezept Sonnencreme Zero Waste

Zutaten (für LSF 20)

  • 90g Kokosöl
  • 15g Sheabutter
  • 15 Tropfen ätherisches Öl (zbsp Lavendel, Eukalyptus)
  • 20g Zinkoxid (aus der Apotheke in eigenes Gefäss abfüllbar)

Zubereitung

Die Sheabutter im Wasserbad schmelzen, dann etwas abkühlen lassen und das Kokosfett hinzfügen. Mit einem Stabmixer das Zinkoxid mit den Ölen und dem ebenfalls nun hinzugefügten ätherischen Ölen vermischen. Hierzu empfiehlt es sich eine Staubmaske zu tragen – nicht dass man das Zinkoxid einatmet. Die Masse in ein leeres Behältnis geben und am besten kühl aufbewahren.

Mehr Zinkoxid für einen höheren Lichtschutzfaktor kann zwar hinzugefügt werden, hinterlässt aber irgendwann weisse Spuren, die bis LSF 20 nicht sichtbar sind (oder zumindest nicht so, dass man aussieht wie ein Geist oder eine Pantomimedarstellerin).

Extra Tipp: Falls euch das Ganze mal an der Sonne schmilzt, kann sich das Zinkoxid setzen und das ist natürlich ungünstig, da man dann in der oberen schicht fast nur die öle und unten eine viel höhere konzentration hat. Deswegen in kleine Gläschen abfüllen und den Rest lieber im Kühlschrank aufbewahren. Und wenn es sich abgesetzt hat einfach vor Gebrauch nochmals gut schütteln oder umrühren.