Schnipp Schnapp: Humorvoll Haare spenden

//Schnipp Schnapp: Humorvoll Haare spenden

Schnipp Schnapp: Humorvoll Haare spenden

2017-09-15T12:21:08+00:00 September 15th, 2017|Spirituell|

Auf dem Camping zu leben war wundervoll. Weniger praktisch war es, lange Haare im Regenwetter zu waschen und dann mit dem schwachen Föhn trocken zu kriegen: Schlichtweg unmöglich. Meine Wuschelmähne zu kämmen war dann die nächste Herausforderung. Mein Freund taufte mich dann auch mit dem Kosenamen Wuschelmaus… Ich sehnte mich nach kürzeren Haaren, obwohl ich meine langen Haare vom Aussehen sehr mochte.
Lange überlegte ich hin und her, wie kurz ich sie denn schneiden sollte. Bis ich auf die Idee kam, meine Haare zu spenden. Schnell fand ich eine Organisationen in Deutschland, die aus Echthaar Perücken für erkrankte Leute knüpfen. Mindestlänge meistens um die 30 cm. Mein Entschluss war gefasst: Meine Locken sollen um 30cm gekürzt werden.

Haare zu Hause schneiden
An einem Sonntagabend beim wöchentlichen Familienessen, diskutierten wir meine Haare und wie ich sie denn schneiden könnte. Meine Schwester und mein Dad fanden die Idee sehr verlockend, in meinen Haaren rumzuschnibbeln. Einzig meine Mum hatte Angst, dass ich danach wie eine Vogelscheuche rumlaufen müsste (was, wenn ich nur den beiden die Schere in die Hand gedrückt hätte, eventuell auch so rausgekommen wäre). Ich entschloss mich aber, mein Haar meiner Familie anzuvertrauen, da ich aus zwei Gründen nicht gerne zum Friseur gehe:
a) Weil ich mein Haar mit Natron und Apfelessig wasche und keine unnatürlichen Mittelchen zur «Verschönerung» meines Haars auf den Kopf kriegen möchte.
b) Weil ich das Geld lieber für was Anderes ausgebe.
Ein paar Sonntagabende später war es dann soweit: Mein Dad spielte Fotograf, meine Schwester schnitt meinen Zopf ab und meine Mum rettete die Frisur schlussendlich. Mut hatte ich nicht viel gebraucht, aber ne ganze Menge Humor war dabei.

Das Resultat ist ein etwas jünger aussehendes Ich. Kämmen, Waschen und Trocknen geht in einem Bruchteil der Zeit, Frisuren kann ich immer noch viele machen und nachwachsen tun meine Haare schnell. Bevor ich hier aber Fotos zeige, erstmal noch der Grund, warum ich Haare gespendet habe.

Haare spenden – warum?
Krankheiten wie Krebs, der mit Chemotherapie behandelt wird und Alopezie, einer Autoimmunkrankheit, führen dazu, dass Haare ausfallen und Betroffene entweder mit Glatze herumlaufen müssen oder sich eine Perücke besorgen können. Die Herstellung für Perücken mit Naturhaar ist extrem aufwändig, da die einzelnen Haare von Hand auf die künstliche Kopfhaut aufgeknöpft werden.
Ich kann es mir zwar nicht vorstellen, wie es ist, ohne Haare auf dem Kopf zu leben, aber ich weiss, dass sie mir ganz sicherlich fehlen würden. Wer also nicht auffällig durch die Strassen laufen möchte, hat mit Haarspenden die Möglichkeit eine natürliche Haarpracht zu tragen.
Haare sind Identität, Persönlichkeitsmerkmal, Ausdrucksform, Stil und keine zu haben ist auch eine Form davon. Auch wenn ich meine Haare in jeder Länge und Verstrubeltheitsgrad mag, verstehe ich, dass Haare wichtig sind, damit man sich wohl fühlt. Anstelle dass ich meine Haare wegwerfe (oder kompostiere), kann ich sie auch spenden und Menschen helfen.

Organisationen gibt es etliche. Ich habe mich für Rapunzel entschieden, da der Erlös der versteigerten Haare an Humor Hilft Heilen geht. Da ich glaube, dass es viele alternative Krebsheilmethoden gäbe (die aber nicht so Publik gemacht werden, da sonst die Pharmaindustrie weniger verdient, aber dazu ein andermal mehr…), möchte ich lieber an eine Organisation spenden, hinter der ich stehen kann. Mit meiner Lachyogaausbildung liegt es nahe, dass ich Humor fördern möchte. Lachen ist gesund und macht gesund.

Also hab ich meinen Zopf in ein Couvert gesteckt und zu Rapunzel geschickt. Denn wer will schon einen Prinzen am Haar hochklettern lassen? 😉 Dafür gibt es doch Leintücher.

So, jetzt aber Schluss mit lustig, hier das Resultat…

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