Wer schon länger meinen Blog oder mich kennt, weiss, dass ich schon länger eine Menstruationstasse verwende und sehr zufrieden bin damit. Es gibt allerdings noch einige weitere Produkte auf dem Markt, um Periode a la Zero Waste zu haben.

Menstruationstasse

Auch nach dem Testen der Alternativen immer noch mein Favorit. Die Tasse funktioniert ähnlich eines Tampons, welcher das Blut auffängt. Die Umstellung ist zugegebenermassen etwas gewöhnungsbedürftigt. Doch es lohnt sich! Man kann die Tasse bis zu 12 Stunden drinn lassen, was gerade unterwegs ein riesen Vorteil ist.

Zudem gelangen keine Pestizide, welche in Baumwolltampons vorhanden sein könnten, in den Intimbereich. Beim Kauf der Tasse allerdings ebenfalls auf ein gutes Material achten, denn auch diese können schädliche Stoffe enthalten!

Vorteile

  • Kann bis zu 12 Stunden am Stück ohne Entleerung getragen werden
  • Keine Pestizide
  • Keine Austrocknung der Scheide
  • Kein Müll!
  • Weniger Kosten
  • Auch bei Sport sehr gut anwendbar

Nachteile

  • Man sieht das Blut
  • Viele unterschiedliche Modelle aus verschiedenen Materialien
  • Umgewöhnung
  • Auskochen je nach Ort nicht so einfach

Waschbare Binden und Einlagen

Angenehm zu tragen, waschbar ohne Flecken, kein stinkender Müll, auch die waschbaren Binden und Einlagen haben mich überzeugt.

Ich benutze zwar für meine „starken Tage“ die Menstruationstasse, doch für die Tage, wo es nur noch leicht „tropft“, sollte man auf Binden oder Einlagen zurückgreifen. (Ich trage die von Kulmine)

Ansonsten trage ich nur Unterhosen, die kann man ja auch waschen, da brauche ich nicht täglich noch eine weitere Schicht Stoff in meine Hose zu legen. Aber jeder das ihre 😉

Vorteile

  • Waschbar, ohne Flecken auch mit selbstgemachtem Kastanienwaschmittel
  • Kein Müll
  • Angenehmes Tragegefühl
  • 100% Bio-Baumwolle (keine Pestizide, kein Plastik da unten)
  • Hält ziemlich gut
  • Weniger Kosten

Nachteile

  • Ein bisschen mehr Arbeit, da die Dinger ja gewaschen werden müssen (mach ich einfach mit den anderen 60 Grad Sachen)
  • Bei Infektionen würde ich die Binden abkochen oder 90 Grad waschen

Menstruationsschwämmchen

Das erste Mal habe ich im Buch Wild von Cheryl Strayed über Menstruationsschwämmchen gelesen. Da die Autorin auf einen mehrmonatige Wanderung ging, brauchte sie eine Alternative zu Tampons, da sie diese nicht in der Natur entsorgen konnte. Und nun hab ich es selbst getestet.

Vor dem Einführen wird das Schwämmchen nass gemacht und ausgepresst, sodass es ganz weich und formbar ist. Danach mit ähnlich einem Tampon einführen und Das Schwämmchen wird mit Wasser ausgespült und mit Essig gereinigt.

Vorteile

  • Natur Pur ohne Plastik im Intimbereich
  • Passt sich der Vagina an
  • Keine Pestizide
  • Kein Müll!
  • Weniger Kosten
  • Sehr angenehmes Tragegefühl

Nachteile

  • Muss öfters gewechselt werden als eine Menstruationstasse
  • Berührung mit Blut beim Auswaschen und Herausnehmen (für mich persönlich kein Problem, wer aber schon Tampons und Co eklig findet, hat hier wohl noch ne Herausforderung mehr)

Periodproof Underwear

Eher neu auf dem Markt und noch nicht sehr verbreitet. Ich habe es noch nie ausprobiert, kann daher keine persönliche Erfahrungen teilen. Da aber nicht alle Hersteller auf Naturmaterialien setzen und ich nicht extra 7 Extra-Unterhosen anschaffen will, die ich dann nur während meinen Tagen trage (Tiny House – wenig Platz), wäre dies für mich keine Option.

Allerdings kann ich mir das ganz angenehm vorstellen, weil nichts verrutschen kann.

Freies Menstruieren

Keine Tampons, keine Binden. Das muss allerdings nicht in einem Blutbad enden, denn viele Frauen haben es schon geschafft, das Blut zu halten und dann bewusst in eine Toilette zu „entsorgen“. Ein Gedanke der mich total fasziniert.

Ganz so neu ist der Trend nicht, denn Frauen menstruieren ja schon seit immer – und es gab auch eine Zeit ohne Tampons.

Leider von mir noch nicht gemastert, steht aber definitv auf meiner „ich will’s ausprobieren-Liste“. Für weitere Infos empfehle ich diesen Artikel.

Jede Frau ist anders

Zum Schluss möchte ich noch anmerken, das wir alle anders sind – was für mich super funktioniert, klappt vielleicht bei dir gar nicht. Deswegen ermuntere ich immer zum Ausprobieren (vielleicht auch mehr als einmal).

Was ist deine Lieblingsvariante für eine Zero Waste Periode?