Mundhygiene Zero Waste: Zahnpasta und Spülung

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Mundhygiene Zero Waste: Zahnpasta und Spülung

2018-03-22T07:32:48+00:00März 21st, 2018|Kosmetik, Selber machen, Zero Waste|

Die Debatte um schädliche Stoffe in der Zahnpasta wird immer wieder angeheizt. Fluorid ist in grossen Mengen giftig und kommt in kleinen Mengen auch in Zahnpasta vor. Diese steckt zudem in einer Plastiktube, die wir entsorgen müssen. Meine müllfreien Rezepte für die Mundhygiene enthalten nur natürliche Zutaten und könnten sogar heruntergeschluckt werden.

Warum Zahnpasta und Co selber machen?

Wie in der Einleitung schon angetönt, enthalten nicht nur Kosmetikprodukte für die Haut, sondern auch für unsere Zahnreinigung teilweise schädliche Inhaltsstoffe. Fluorid beispielsweise ist ein  Stoff, der sich in grossen Mengen auf Gehirn, Knochen und Zähne auswirken kann, aber laut Zahnärzten auch den Zahnschmelz erhält. Es wurde früher als Rattengift verwendet und ist in hohen Dosen für uns ebenfalls schädlich. Dazu müssten wir die Tagesdosis von 0,05 mg pro Kilo Körpergewicht für lange Zeit überschreiten oder sehr viel Fluorid auf einmal schlucken. Mit normaler Zahnpasta ist das kein Problem. Wer aber beispielsweise Elmex-Gel verwendet, der hat deutlich höhere Dosen – wiederum aber auch nicht täglich. Wie mit allem gilt auch hier: Die Menge macht das Gift. Fluor kommt übrigens auch in anderen Lebensmittel vor und wird teilweise auch in Salz beigegeben.

Laut dem Zahnarzt Wolf Brockhausen hat es in vielen Zahnpastas aber noch weitere Stoffe wie „Tenside (ähnlich PRIL), Konservierungsmittel, Geschmeidigmacher, Farben, Emulgatoren, Stabilisatoren, Geruchsbildner, Alkohole und so fort“. Nichts was man Kindern geben möchte und auch nichts, was man im eigenen Mund haben will.

Von der Zahnärztin empfohlen

Ich werde immer wieder gefragt, ob denn diese Zahnpasta auch wirklich sauber macht und die Zähne nicht angreift. Da ich selber schon seit einem Jahr meine Zähne nur noch so putze und auch schon beim Untersuch war, weiss ich, dass bei mir alles in bester Ordnung ist. Trotzdem hat das die Fragenden noch nicht ganz beruhigt – schliesslich empfehlen einem Zahnärzte Fluoridcremes und alles mögliche.

Wie der Zufall es wollte, lernte ich eine holistische Zahnärztin kennen – die genau das gleiche Rezept anwendet wie ich. Und es auch empfiehlt. Diese Zahnärztin – unterdessen eine Freundin – hat schon seit 10 Jahren keinen Zahnarzt mehr gebraucht. Wenn das nicht eine gute Aussage ist, weiss ich auch nicht weiter 😉

Zahnpasta

Zutaten

  • 3 Löffel fein gemörsertes Natron (oder 2 Löffel Kurkuma)
  • 3 Löffel Kokos
  • 1 Löffel Xylit (Birkenzucker)
  • Etwas frisch gemörserte Pfefferminzblätter (oder 3 Tropfen Pfefferminzöl – wenn keine Allergie vorhanden ist)

Zubereitung

Alle Zutaten in einem Glas vermischen. Falls das Kokosfett zu fest ist, erst in einem Wasserbad etwas verflüssigen. Wer keine gelben Flecken auf dem weissen Tshirt haben will, lässt das Kurkuma besser weg. Es macht die Zähne allerdings weiss… 😉

Eine Messerspitze davon zum Zähneputzen auf die Zahnbürste auftragen und losputzen. Der Geschmack ist anfangs etwas speziell, doch mit dem Pfefferminzeöl gewöhnt man sich schnell dran.

Übrigens: Wichtig ist, dass das Natron fein pulverisiert ist. So kann es nämlich auch nicht den Zahnschmelz angreifen.  Natron kommt übrigens auch in einigen Zahnpastas aus der Apotheke vor…

Zunge schaben

Vor allem über Nacht lagern sich einige Toxine auf unserer Zunge ab. Am Morgen hat sie deswegen auch einen Belag drauf. Dieser wird beispielsweise im Ayurveda mit einem Zungenschaber entfernt, da die Zunge auch ein Entgiftungsorgan ist und man die Toxine nicht mit dem Tee wieder runterspülen will. Dafür einfach einen Esslöffel im Badezimmer deponieren und die Zunge nach dem Aufstehen abschaben – du gewöhnst dich an den Würgereiz, oder besser gesagt, er verschwindet.

Mundspülung

Zutaten

  • 200 ml abgekochtes und abgekühltes Wasser
  • 1 Löffel Natron
  • 1 Löffel Xylit (Birkenzucker)
  • 3 Tropfen Pfefferminzöl
  • 3 Tropfen Teebaumöl

Zubereitung

Alle Zutaten in einem Glas vermischen, gut schütteln und fertig.

Natron ist geruchshemmend und neutralisiert die Säure, Xylit wirkt karieshemmend und das Pfefferminzöl sorgt für einen frischen Atem. Teebaumöl ist ein Heilmittel für alles mögliche, hilft beispielsweise auch bei Zahnfleischproblemen und wirkt antibakteriell.

Ölziehen

Einen Esslöffel Öl am Morgen vor dem Frühstück in den Mund nehmen und herumziehen und spülen für ungefähr 20 minuten. Dadurch werden Toxine gelöst, das Zahnfleisch gepflegt. Als Öl eignet sich Sesam, Kokos oder auch Olivenöl. Danach gut ausspülen (nicht heruntschlucken!) und Zähne putzen.

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