MondayMantra: Heilen durch das Singen von Mantras

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MondayMantra: Heilen durch das Singen von Mantras

2018-03-27T06:01:45+00:00Januar 8th, 2018|Monday Mantra, Rituale, Selbstliebe, Spirituell|

Am 21. Dezember fand das jährliche Ritualsingen zur Wintersonnenwende in Luzern statt. Obwohl ich absolut keine Energie hatte, wusste ich, dass es danach nur Berg aufgehen kann. Und so kam es, dass ich mein Ego, meine Sorgen und Blockaden einfach weggesungen habe…

Die letzten Tage vor der Sonnenwende fühlte ich mich unwohl. Ob ich jetzt die Dunkelheit spürte oder doch was vom Weihnachtsstress abbekam, weiss ich nicht. Wir fuhren zu meinen Eltern und wollten dann an das rituelle Singen in Luzern.

Ich fuhr mit dem Auto in der Stadt, Felix wies mich in eine Strasse mit der Hoffnung auf einen Parkplatz. Die schmale Strasse erwies sich als Einbahnstrasse an einer Mauer, ohne öffentliche Parkplätze und ohne Wendemöglichkeit. Also: Retourfahren. Das löste dann einen kräftigen Heulkrampf aus. Ich fuhr unter Anweisung zum Parkhaus und weinte dabei ununterbrochen. Da wir aber gleich meine Tante sehen würden, konnte ich mich nicht „gehen lassen“.

Doch sobald ich in der Kirche war und die ersten Klänge angesungen wurde, lösten sich meine Dramen auf. Ich sang alles vom Herz, was raus wollte.

Das Universum gibt dir immer das, was du brauchst
Nach dem ersten Lied, erklärte Susanna Mäder, langjährige Ritualchorleiterin, das Thema des Abends: Temple of my heart – Heilgesänge. Sie lud uns dazu ein, alle unsere Anteile willkommen zu heissen. An diesem Abend durften auch die Schattenanteile dabei sein und geheilt werden. Sie hiess alle willkommen, die Heilung bedurften: Unsere Ahnen und Ahninnen, die ums Überleben gekämpft haben, Männer, Frauen und aller Kulturen. Der Tempel unserer Herzen soll so gross werden, dass nicht nur an diesem Ort, sondern überall geheilt werden kann.

Einmal mehr versorgte mich das Universum genau mit dem, was ich brauchte. Der Abend war wie auf mich zugeschnitten – als ob Susanna schon bei der Vorbereitung gewusst hätte, wie ich mich an diesem Abend fühlen würde. Die Mantras und Lieder, die von überall auf der Welt stammen, vereinten alle Teile in mir. Und genau deswegen glaube ich auch, dass wir so viel von anderen Kulturen lernen können. Die Welt besteht nicht nur aus Deutschen oder Schweizer. Und wenn wir alle Teile akzeptieren – alle Völker, alle Menschen, alle Kulturen – dann können wir auch all unsere eigenen Seiten akzeptieren.

Die Gegensätze ehren und vereinen

Die Welt ist voller Dualität. Schatten und Licht, Frau und Mann, schwarz und weiss. Sie bedingen sich, sie existieren nur, weil das andere exisitiert – und somit ist keines „besser“ als das andere. Beide Pole existieren einfach. Sie sind. Um diese zu akzeptieren und zu vereinen, sangen wir ein Lied für die Männer und eins für die Frauen und vereinten beide Geschlechter in einem dritten Lied. Denn auch in der Frau selbst und im Mann herrschen wiederum Gegensätze. Jeder Mensch hat weibliche und männliche Anteile in sich. Diese verdrängen wir aber oft – weil wir schon kleinen Jungen sagen, dass Männer nicht heulen, während Mädchen immer hübsch und nett sein sollten.

Alles ist gut, wie es ist. Sobald ich akzeptierte, dass da in mir Schatten sind, Ängste, ein Ego, ein Mann und eine Frau, konnte ich loslassen. Ich liess die Lieder in mein Herz und heilte, während ich sang.

Heilen durch Ausdrucksmittel
Wir leiden bloss, wenn wir Widerstand leisten, gegen das was ist. Wir blockieren die Energien, die durch uns fliessen wollen. Singen, Musik, Tanzen, Malen sind alles Ausdrucksmittel mithilfe deren wir unsere innere Welt darstellen können. Sie werden in diversen Therapieformen genutzt, um nicht nur mit Worten, sondern „Taten“ ausdrücken zu können, was wir fühlen. Angestaute Emotionen können wunderbar und auf sichere Weise ausgedrückt, gefühlt und losgelassen werden.

Wichtig ist, dass es hier nicht um „Kunst“ geht: Es geht nicht darum, irgendwelche ästhetische Standards zu erfüllen, jeden Ton zu treffen und möglichst elegant zu wirken. Es geht darum, sich selbst auszudrücken. Punkt.

Mantras: Ein Mittel, um den Kopf zu befreien
Was ich an diesem Abend erfahren habe, ist nichts Neues. Gesang wird schon seit Jahrtausenden genutzt, um zu heilen, zu befreien und Energien fliessen zu lassen. Schamanen nutzen die Schwingungen, genauso wie die Yogis und Yoginis.

Ein Indianisches Mantra zur Heilung, Vergebung und Verbindung

Mantra ist ein Wort aus dem Sanskrit und heisst übersetzt, die Gedanken im Kopf (man=mind) zu befreien (tra=befreien). Indem man dem Kopf eine Aufgabe gibt, hat er keine Zeit, sich sonst alles Mögliche und Unmögliche zu erdenken. Viele Mantras sind Jahrtausende alt und haben eine sehr hohe energetische Ladung. Mantras werden in Meditation und beim Chanting eingesetzt.
Eines der berühmtesten Mantras ist ‚Hare Krishna‘. Es wurde beispielsweise von George Harrison gechantet und stürmte die Charts. Aber auch moderne Mantras, wie beispielsweise John Lennon‘ ‚Give Peace a Chance‘ können einen in den meditativen Zustand versetzen…

Das MondayMantra lädt dich diese Woche dazu ein, bei deiner nächsten Krise ein Ausdrucksmittel zu finden und deinen Gefühlen freien Lauf zu lassen.

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