Monday Mantra: Ich sage «Ja», zu dem was mein Herz möchte und «Nein» zu dem, was mir im Weg steht.

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Monday Mantra: Ich sage «Ja», zu dem was mein Herz möchte und «Nein» zu dem, was mir im Weg steht.

2018-03-27T06:00:53+00:00Oktober 23rd, 2017|Monday Mantra, Selbstliebe, Spirituell|

Manchmal habe ich mich lange im Voraus verabredet und am Tag des Treffens dann schlicht und einfach keine Lust darauf. Manchmal sagte ich «Ja» aus Angst andere zu enttäuschen, obwohl mein Herz «Nein» sagte. Und manchmal gelang es mir, für mich einzustehen und «Nein» zu sagen.
Viele waren schon in oben beschriebenen Situationen. Bloss, was tun in solcher Situation, wenn man kein «Nein-Sager» ist? Das Monday-Mantra dieser Woche wird dir dabei helfen, «Ja» und «Nein» zu sagen.

Es ist okay, Nein zu sagen
Erst einmal vorne weg: Es ist okay, nein zu sagen. Es ist okay, sich bei einer Freundin zu melden und den Kaffee wieder abzusagen, wenn du dich seelisch oder körperlich einfach nicht danach fühlst. Denn, wer hat was davon, wenn du demotiviert und uninspiriert deine Schwingungen teilst, wenn du eigentlich lieber alleine wärst. Das hat nichts mit Unzuverlässigkeit zu tun. Denn, man kann eine Absage früh genug durchgeben und eine Erklärung mitliefern.

«Das Leben ist nicht planbar», sagt meine Yogalehrerin immer, «das Leben ist spontan». Doch in unserer Gesellschaft sind Pläne das halbe Leben. Pläne, die dann doch nicht aufgehen (weil ja doch alles anders kommt als geplant). Auch ich habe heute auf mich gehört und ein Meeting abgesagt. Weil ich die Kraft dazu heute nicht habe. Weil ich müde bin. Weil ich fühle, dass ich auf meinen Körper hören sollte. Also habe ich abgesagt. Und einmal mehr geübt, zu mir zu stehen.

Denn es ist okay, nein zu sagen. Es ist sogar nötig manchmal. Um die eigenen Grenzen zu setzen und den Weg zu gehen, der für einem bestimmt ist.

Nein zu sagen, um Ja sagen zu können
Als ich vor einiger Zeit in Indonesien war, befand ich mich in einer Long-Distance-Relationship, die anfangs ganz gut lief, bis ich mich einfach nicht mehr frei fühlte. Am vorletzten Abend in Indonesien, bevor ich weiter nach Australien zu meiner guten Freundin Sharini fliegen wollte, lud mich ein Backpacker ein, mich mitzunehmen zu einer Cacao-Zeremonie, von der er gehört hatte. Ich hatte bis dahin nicht gewusst, was eine Cacao-Zeremonie war, aber ich wollte unbedingt dahin.

Also befand ich mich wenig später an einem magischen Ort Balis. In einem kleinen Hausgarten brannte ein Lagerfeuer, welches mit Blumen umringt war. Elah und Ausierra veranstalten diese wöchentlichen Abende jeweils zu einem bestimmten Thema. «Yes to life» war der Leitgedanke dieses Abends. Wir sangen Mantras, teilten unsere Erfahrungen und meditierten – natürlich gab es auch köstlichen Kakao – ein Heilgetränk der Azteken.

Seit einiger Zeit plagten mich die Zweifel, ob es richtig war, mit meinem damaligen Freund zusammenzubleiben. Ich hatte Angst, ihn zu enttäuschen und ihm weh zu tun. Aber gleichzeitig wollte ich mich auch nicht eingeschränkt fühlen auf meiner Reise zu mir selbst. Als Aussierra dann verkündete, dass das Thema des Abends «Ja zu sagen» war, dachte ich, «Phu Glück gehabt, ich kann also mit ihm zusammenbleiben. Die Zweifel werden dann schon wieder vergehen». Naja, ganz so einfach war das dann doch nicht. Denn so richtig gut fühlte es sich auch nicht an. Kurze Zeit später kam dann der Teil, wo ich mehr Resonanz fühlte: Elah und Aussierra erklärten, dass wenn wir «Ja» zu etwas sagen, dies manchmal auch ein «Nein» zu etwas Anderem fordert.

Angst vor dem «Nein-Sagen»?
Oh oh. Hörte sich an, als ob ich mich meiner Angst wieder einmal stellen musste. Denn ich fühlte mich schlecht, anderen Nein zu sagen. Weil ich sie nicht enttäuschen wollte. Jetzt weiss ich, dass ich nicht diejenige bin, die sie enttäuscht. Das können sie nur selbst tun. Ich kann nur für meinen Teil der Beziehung zuständig sein (sei dies in einer Liebesbeziehung oder einer Freundschaft). Was der andere tut, aus dem was ich tue, kann ich nicht kontrollieren. Doch ich kann meinem Weg treu bleiben, auch wenn das heisst, nein zu sagen. Denn ansonsten tue ich mir selber weh (glaub mir, das hab ich auch schon oft getan, um andere zu «schonen» – funktioniert nicht! 😉)
Damals in Bali bat ich jedenfalls die höheren Energien um ein Zeichen für meinen Weg. Denn plötzlich wusste ich, dass ich «ja» zu mir sagen wollte und nicht zu einer Beziehung. Das schliesst sich natürlich nicht automatisch aus. Aber zu diesem Zeitpunkt spürte ich, dass dies sehr wahrscheinlich ein «Nein» für meinen Freund bedeutete, wenn ich mir selbst treu bleiben wollte.

Ja, ich will nein sagen!
Inspiriert und bereichert von all diesen tollen Menschen schwebte ich sozusagen ins Bett. Die Realität holte mich am nächsten Morgen aber schnell zurück, als mein Freund mich anrief und sagte, dass er kein Visa für Neuseeland bekommen hat. Das Universum hat nicht lange auf das Zeichen warten lassen… Ich konnte nun entweder meine Flüge sausen lassen und ihn in Thailand treffen, oder ich ging weiter auf dem Weg, den ich gehen wollte.

Ja, ich hab mich für Nummer Zwei entschieden, obwohl es auch wehgetan hat. Aber ich hatte eine Chance mehr, das «Nein-Sagen» zu üben. Alles, was ich danach erleben durfte, bestätigte mich in meiner Entscheidung.

Das Monday-Mantra dieser Woche soll dazu inspirieren, «Ja» zu sagen, zu was dein Herz dir sagt, und «Nein» zu dem, was dich von deinem Weg abhält.

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