Grüne Hochzeit – Vegan & Zero Waste Wedding (Teil 1: Standesamt)

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Grüne Hochzeit – Vegan & Zero Waste Wedding (Teil 1: Standesamt)

2018-11-29T07:13:02+00:00November 29th, 2018|Nachhaltig, Selber machen, Vegan, Zero Waste|

Just Married – Wir haben uns getraut! Eine Herbsthochzeit mit viel Sonne, bunten Blättern, tollen Menschen und leckerem Essen. Felix und ich haben uns getraut, ja zu sagen und sind nun offiziell Mr. & Mrs. Bucher :). Grüne Hochzeit – das klingt etwas bider –  muss es aber nicht sein. Hier ein paar nachhaltige Ideen, wie wir unsere Hochzeit müllfreier und grüner gestalten konnten.

Einladungen: Per Mailchimp versenden

Wir leben im digitalen Zeitalter, wo Kinder vielleicht nicht einmal mehr wissen, woher Papier eigentlich stammt. Unsere Handy’s sind unsere täglichen Begleiter, mit ihnen können wir anstatt per Brieftaube über Whatsapp Kontakt zu unseren Liebsten aufnehmen, Onlinetickets mit QR-Code für Festivals ohne Ausdruck benutzen – und wir können Einladungen per Email versenden. Ja, auch Hochzeitseinladungen.

So hast du auch kein Platzproblem. Alle Infos haben Platz. Und man spart sich die Kosten für Druck und Versand.

Kurzanleitung Mailchimp:

  • Account eröffnen
  • Gästeliste auf Excel (Name und Email) erstellen und auf Mailchimp imporiteren
  • Template designen (so kannst du die Bausteine für Save-the-Date und Einladungen brauchen)
  • Campaign kreieren (alle Details und Fotos einfügen – Link zur Homepage nicht vergessen)
  • Versenden

Wer es etwas ausführlicher braucht, findet hier eine gute Anleitung auf Englisch.

Natürlich können auch die Danksagungskarten per Email verschickt werden. So kann man auch gleich einen Link zu Fotos beifügen.

Wer die Karten trotzdem lieber ausgedruckt haben möchte, findet bestimmt auch eine nachhaltige Druckerei mit Recyclingpapier und umweltverträglichen Druckfarben. Dies wird allerdings einiges mehr kosten als die Einladungen einfach per Email zu versenden – und ist zudem aufwändiger. Für den ganzen Papierkram zahlt man schnell mal 600 Euro. Mit Mailchimp geht das gratis.

Blumen: Selber Pflücken oder wachsen lassen

Auch der Blumenschmuck kostet einiges, ist je nach Jahreszeit und Blumen auch nicht sehr ökologisch (Rosen im Winter) und kann super einfach selber gemacht werden. So habe ich beispielsweise auf der standesamtlichen Hochzeit im November einen selbstgemachten Waldkranz mit Gänseblümchen getragen (und habe etliche Komplimente dafür bekommen)

Deko: Natur pur

Luftballons, Plastikherzen und Billigkerzen, das alles könnte man auf einer Hochzeit finden. Wer es aber natürlich mag, kann sich das Geld auch sparen und bei einem Waldspaziergang die Deko selber sammeln.

  • Blumensträusse selber Pflücken
  • Namensschilder mit Kreide auf Baumblatt, Kastanien, Steine
  • Je nach Jahreszeit weitere Naturdeko auf den Tisch

Kleidung: Second Hand und der eigene Kleiderschrank

Da ich nie von meinem weissen Hochzeitskleid geträumt habe und ich mich nicht wohl fühle in Prinzessinen-Kleidern, habe ich mir für unsere Feier nächsten Juni ein ganz simples weisses Baumwollkleid gekauft.

Das Kleid fand ich second hand bei ubup.com und habe grad mal 24 Euro dafür gezahlt (Original Preis wäre allerdings 130 Euro gewesen). Da es schlicht ist, kann ich es auch als Sommerkleid tragen oder könnte es sogar einfärben und auf andere Hochzeiten tragen.

Für die standesamtliche Trauung habe ich mein Tannenbaum/Russische Prinzessinen-Kleid getragen, welches ich auf meiner Weltreise gekauft habe. Da ich es sonst nicht viel trage, hat es zumindest wieder einmal einen bedeutsamen Auftritt gehabt 😀

Felix hatte sich ebenfalls über ubup ein weisses Hemd bestellt, welches er mit seiner schon vorhandenen beigen Hose für’s Standesamt getragen hat.

Veganes Essen

Nach der Trauung gab es für die Spaliersteher/innen und die Familien eine Kürbis- und Rote Beete-Suppe auf dem Feuer, selbstgemacht versteht sich natürlich. Dazu gab es Brot und selbstgemachte Aufstriche. Tee, Weisswein aus der Pfandflasche und Wasser – Geschirr haben alle etwas mitgenommen, Servietten habe ich extra aus Stoff genäht, welche ich von nun an weiterverwenden kann.

Den Apero gab es im Tiny House, das Nachtessen beim Inder, wo wir 10 vegane Gerichte zum durchprobieren vorausbestellten.
Am Abend gab es dann noch Snacks aus dem Unverpackt Laden, selbstgeröstete Nüsse und Kuchen, Marzipan und ein veganes Tiramisu.

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