Das Haus stand. Und einen Tag später hatten wir schon drei Fenster montiert. Wenn es mal läuft, dann läuft es. Mithilfe von Felix’ Eltern kamen wir extrem schnell voran, sodass unser Haus jetzt schon richtig häuslich aussieht. Wir haben im ersten Schritt alle Fenster im EG eingebaut.

Fenster einbauen

Unsere tollen dänischen Fenster, die gegen aussen öffenbar sind, standen für eine lange Zeit in der Ecke – bis wir endlich so weit waren und sie einbauen konnten.

Kein leichtes Unternehmen – wortwörtlich – da die Fenster doch einiges wiegen und man die Flügel (zumindest bei den Fenstern) nicht so einfach ausheben kann, um nur den Rahmen zu montieren.

Zu viert schafften wir es allerdings ganz gut.

Anstatt die Fenster auszuschäumen (der Schaum ist natürlich wieder mal alles andere als öko), beschlossen wir uns für die etwas zeitaufwänderige Methode: Die Fenster mit Keilen festklemmen, anschrauben und dann mit Dämmung die Zwischenräume auszustopfen.

Damit diese Spälte auch dicht sind, haben wir die Folie an die Fenster geklebt.

Meine Familie kam im August zu Besuch, sodass wir die Fenster im Loft gut einbauen konnten. Denn hier mussten wir zusätzlich auf Leitern balancieren. Zum Festschrauben benutzen wir extra Fensterrahmenschrauben, damit das Ganze dann auch hält.

Dampfbremsfolie antackern

Eine der mühsamsten Arbeiten, die wir bisher hatten. Nicht wegen der Folie und der Arbeit an sich. Sondern wegen des Tackers, der beschlossen hat, mindestens die Hälfte der Klammern für sich zu behalten, sodass man sie dann mühsam rauspulen muss, während die andere Hälfte nicht richtig ins Holz geht. Hach. Wir sprechen hier von einem Elektrotacker, der ja die Arbeit erleichtern sollte – warum tut er das denn nicht?

Jedenfalls schafften wir es, die ersten zwei Bahnen der Dampfbremsfolie damit anzubringen. Dazu waren einige Hände nötig, vor allem bei der zweiten, höheren Bahn. Denn hier durfte Felix immer munter hoch und runter die Leiter erklimmen. Ich hielt dabei die Folie von Innen hoch, Felix‘ Mum hat den richtigen Abstand kontrolliert und Felix‘ Papa hat die Leiter gehalten, sowie Tacker und Elektrokabel bereitgestellt.

Die Übergänge beklebten wir mit dem zur Folie passenden Klebeband. Für die dritte Bahn aussen und die Folie innen besorgte Felix uns dann einen manuellen Tacker – man muss sich das Leben ja nicht unnötig schwer machen.

Einmal mehr: Gutes Werkzeug ist das A und O!

Lattung für die ruhende Luftschicht anbringen

Danach brachten wir noch die Latten für unsere ruhende Luftschicht an. Daran wird dann später die Fassade befestigt. Gleichzeitig kann sich so die Folie auch weniger bewegen und ist stabil.

Unser Haus ist Wasser- und winddicht!

Nun ist das Häuschen auch schon wind- und regendicht. Gerade noch rechtzeitig, denn es hat seinen Platz in der Halle verlassen müssen und steht nun draussen. Einige Sommergewitter haben schon gezeigt, dass es dicht ist. Auch die Regenrinne funktioniert perfekt. Das Wasser schiesst nicht mehr darüber hinaus, sondern schön brav in die Rinne.

Fenster einstellen

Nachdem unser Haus nach draussen gezogen wurde, hatte es sich leider schon das erste Mal verzogen, da wir ja noch keine aussteifende Wirkung hatten (Fassade, Platten etc.). Also versuchten wir es wieder in die Waage zu bringen. Das ging auch ganz gut, aber unsere Tür war danach nicht mehr gerade. Da unsere Fenster sich nicht so einfach nachrichten lassen, haben sich Felix und mein Dad darum gekümmert, die gestopfte Dämmung wieder rauszunehmen und den Rahmen in die Waage zu bringen.

Ich frage mich nun, ob alle Dänen die perfekten Fenstereinbauer sind, oder ob die Fenster einfach ein bisschen schief in den Häusern montiert sind? Naja, sie sind nach aussen öffenbar, das ist die Hauptsache.