Embrace – ich liebe meinen Körper (so wie er ist)

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Embrace – ich liebe meinen Körper (so wie er ist)

2018-01-22T16:11:35+00:00Oktober 19th, 2017|Selbstliebe, Spirituell|

Wer von uns kennt es nicht: Nach dem Duschen in den Spiegel gucken und rundum unzufrieden zu sein. Da etwas zu viel fett, da etwas zu wenig, da ein störendes Muttermal und hier eine Strähne, die quer vom Kopf absteht.

Statt dass wir unsere Körper täglich lieben und ihnen für ihre beeindruckende Leistung danken, strafen wir sie und sind selten zufrieden. Dabei sind sie richtige Alleskönner. Durch das Zusammenspiel von Millionen von Zellen, Bakterien, Wasser, Organen, Licht, Liebe, Lebensmittel, Gedanken, Hormonen und vielem mehr leben wir als komplexes Lebewesen. Wir können tanzen, lachen, essen und gleichzeitig verdauen, Sex haben, rennen und so vieles mehr.

Warum sind wir so unzufrieden mit unserem Aussehen?
Dieser Frage ist unter anderem der Film Embrace nachgegangen. Ein Grund für unsere gestörte Selbstwahrnehmung liegt in der Werbung und den Medien: Überall prangen sie – die gephotoshopten, spindeldürren Models. Auf Lastwagen, Postern, Magazinen und in Musikvideos wird ein Frauenbild projiziert, das so nicht mit der Realität übereinstimmt – zum Glück!

Verschiedene Modedesigner haben schon Aussagen gemacht, dass sie ihre Kleider nicht an dicke Leute verkaufen wollen, damit ihre Marke nicht mit dick assoziiert wird. Im Film Embrace wird zudem gezeigt, wie aufwändig es ist, ein «oversized» Photoshooting in einem Frauenmagazin zu organisieren. Niemand wollte Unterwäsche zur Verfügung stellen, Photograph und Make-Up Artist wollten ihren Namen nicht veröffentlicht haben. Alles nur, weil nicht ein unterernährtes Model abgelichtet werden soll?!?

Das soll jetzt nicht heissen, dass alle «dünnen» Menschen zunehmen müssen. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass wir alle verschiedene Körper haben und niemand Baumwollbällchen schlucken soll, nur um «schön» zu sein.

Dünn und sexy?
Während meiner 8-monatigen Reise habe ich mir vorgenommen, die vielen Menschen, denen ich begegnete zum Thema Models, Schlankheit und Attraktivität zu löchern.

Die Resultate sind ganz einfach: Die (allermeisten) Männer, denen ich begegnete, finden so dünne Frauen wie sie in der Werbung gezeigt werden nicht sexy. Sie mögen Kurven, sie mögen etwas in der Hand zu halten und nicht Angst haben zu müssen, die Frau zu zerbrechen. Männer mögen zwar auf unser Äusseres achten, aber auch sie mögen es, wenn wir Persönlichkeit haben und nicht nur darauf achten, wie viele Kalorien wir jetzt schon wieder zu uns genommen haben.

Für wen hungern wir uns dann zu Tode?
Tja, das ist eine gute Frage. Wenn nicht für die Männer, für wen wollen wir dann schlank und rank sein? Für uns selbst, für andere Frauen? Aber selbst Models, die kaum ein Gramm Fett an sich haben, sind unzufrieden mit ihrem Körper.

Doch wer schon als Kind eine Barbie zum Spielen bekommt, die übrigens mit ihrer Proportionalität gar nicht leben könnte, bekommt ein Frauenbild zu sehen, dass nicht mit dem des eigenen Körpers übereinstimmt.

Nicht nur das: Wir werden auch davon beeinflusst, wie unsere Eltern uns erziehen und behandeln. «Du bist aber ein hübsches Mädchen», oder «Gut gemacht, mein Junge» lehrt uns, dass wir im Gegensatz zu «Böser Junge», «Sowas gehört sich nicht!» nur Liebe und Zuneigung bekommen, wenn wir hübsch, schön, nett und lieb sind. Das ist keine unbedingte Liebe.

«So lernten wir, dass man nur akzeptiert wird, wenn man bestimmte Dinge tut,- dass Zuwendung und Liebe von Bedingungen abhängig sind.» – Louise L. Hay, Wahre Kraft kommt von Innen

Die Lösung aller Probleme
Es geht hier nicht darum, einen Schuldigen zu finden und anzuprangern. Wir selbst haben die Macht, dies zu verändern. Wenn Frauen keine Magazine und Kleider mehr kaufen würden, die das oben beschriebene Frauenbild vertreten, hätten die Produzenten bald kein Geld mehr, dies weiter zu tun…

Doch was noch wichtiger ist und ebenfalls in Embrace gezeigt wird, ist, dass es nicht darum geht, den perfekten Körper zu haben, sondern diesen so zu lieben wie er ist.

«…ich [bin] zu der Erkenntnis gelangt, dass sich jedes Problem nur auf eine Weise heilen lässt: indem man sich selbst liebt.» – Louise L. Hay, Wahre Kraft kommt von Innen

Die wahre Ursache, warum wir uns nicht in unseren Körpern wohl fühlen, liegt also nicht an all den Werbungen und Modedesignern (diese sind bloss ein Spiegel im Aussen für unser Innenleben). Das Problem liegt darin, dass wir uns selbst nicht lieben.

Und damit haben wir zugleich auch schon die Lösung zur Hand: Mehr Selbstliebe.

Magst du deine beste Freundin weniger gern, wenn sie 2 Kilos zugenommen hat? Nein? Wieso stellst du dir dann selbst diese Bedingung?

Turia Pitt, die ebenfalls in Embrace vorkam, wurde von einem Buschfeuer schwer verbrannt. Bis jetzt ist ihre Haut stark gezeichnet von den Verbrennungen. Ihr Freund, mit dem sie vor dem Unfall schon eine Beziehung hatte, ist auch heute noch mit ihr zusammen. Sie wurde gefragt, warum er denn noch mit ihr zusammen sei. Die Antwort ist einfach: Wir sind so viel mehr als unsere Körper. Wir lieben Menschen, weil sie uns inspirieren, helfen, begeistern, ähnliche Lebenseinstellungen haben und so weiter. Ob nun jemand 5 Kilo mehr oder weniger wiegt, spielt keine Rolle. Und ob sie schwarze oder weisse Hautfarbe hat, auch nicht.

Denn unsere Körper sind wie wunderschöne Paläste, in denen wir für eine Weile wohnen. Dementsprechend sollten wir sie auch behandeln und gut für unsere Körper sorgen.

Embrace yourself and everyBODY! Danke Taryn Brumfitt für deine Inspiration und die Auslösung dieser bewegenden Bewegung!

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