Die Welt ist ein Spiegel für unser Inneres

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Die Welt ist ein Spiegel für unser Inneres

2018-03-27T05:59:38+00:00November 22nd, 2017|Selbstliebe, Spirituell|

Es ist leicht, alles, womit man unzufrieden ist, auf die anderen zu schieben. Beim Stau sind alle andern Schuld, die ebenfalls zu dieser Uhrzeit aus dem Haus sind, für gesunde Ernährung hat man entweder nicht genügend Geld oder Zeit oder die Familie würds nicht mitmachen, und so weiter…

Ich befinde mich mitten in der Ausbildung zur Heilerin und somit mitten in mir selbst. Konfrontiert werde ich mit meinen alten Glaubenssätzen, meinem inneren Kind, meinem Krafttier und meinem Ego. Und so wurde mir während den letzten Wochen einiges bewusst. So auch, dass ich noch viel mehr in einer Opferrolle stecke, als mir lieb ist. Wie ich das rausgefunden hab? Mit dem Spiegel!

Das Aussen als Spiegel für das Innere
Beobachte einmal, was dir für Menschen über den Weg laufen und wie du dich fühlst. Wenn ich glücklich bin und lächelnd durch die Strasse gehe, passieren wundervolle Dinge: Grüne Ampeln, zurücklächelnde Menschen, schöne Gespräche. Wenn ich allerdings in der Opferrolle bin, werden Ampeln dann rot, wenn ich die Strasse überqueren will, ich werde angerempelt und ich muss möglicherweise noch für eine öffentliche Toilette zahlen.

«Die Verschmutzung des Planeten ist nur die Spiegelung im Aussen von einer psychischen Verschmutzung im Inneren, ein Spiegel für die Millionen von unbewussten Menschen, die keine Verantwortung für ihren inneren Raum übernehmen.» – Eckhart Tolle

Dieses Zitat von Eckhart Tolle besagt genau dasselbe: Wir begegnen dem, was in uns drin abläuft. In der Gesellschaft zeigt sich der kollektive Zustand des Inneren noch viel extremer im Aussen. Kein Wunder, dass die Welt verschmutzt ist, ausgebeutet und von Elektrosmog bestrahlt wird, wenn wir selbst nicht vergeben, nicht loslassen und nicht lieben (oder nicht in dem Ausmass, wozu wir fähig wären).

Was uns im Aussen stört, ist nichts anderes als ein netter Hinweis des Universums, mal nach innen zu gucken und da aufzuräumen.
Wer sich achtet, findet so einigen «Müll» in den 80’000 Gedanken, die mensch ungefähr täglich denkt. Diese werden wiederum von unseren Glaubensmustern geprägt. In unserer Kindheit haben wir uns ein Weltbild geschaffen: Vielleicht haben wir Angst, nicht geliebt zu werden, weil ein Elternteil uns im Stich gelassen hat. Oder wir haben Angst, etwas falsch zu tun, weil wir als Kleinkinder gespielt haben und von den Eltern beschimpft wurden. Was es auch immer ist, die Erfahrungen wurden abgespeichert und beeinflussen unser jetziges Verhalten.

Bewusst werden – den Spiegel betrachten

Es ist leichter gesagt als getan, nur noch positive Dinge zu denken. Wie ich es gelernt habe, Schritt für Schritt in Frieden mit meinem inneren Kind, meiner Vergangenheit und mir selbst zu kommen, folgt jetzt.

Der erste Schritt bei allen spirituellen Praktiken, denen ich bis jetzt begegnet bin, ist das Bewusstwerden. Warum? Weil wir Dinge nur nachhaltig verändern können, wenn wir wissen was wir eigentlich genau tun. Das ist die Voraussetzung zur Veränderung.

Mir ist beispielsweise erst vor ein paar Tagen aufgefallen, dass ich mich oft in einer Opferrolle verkrieche und andere nicht um Hilfe bitte – diese aber oft anbiete. Gerade wenn ich meinem Freund helfen will, rede ich manchmal auf ihn ein, bis ich merke, dass das was ich so von mir gebe auf mich selbst zutrifft und ich mich selbst am heilen bin (und nicht wie geplant ihm helfe).
Wenn ich Hilfe anbiete, so ist mir jetzt bewusst geworden, spiegelt sich das auf mich. Ich bin diejenige, die das Angebot gerne hätte. Ha. Ich bin immer noch fasziniert von dieser Erkenntnis, habe nun aber auch das Bewusstsein dies zu ändern, damit ich aus der Opferrolle rauskomme und selber nach Hilfe frage, wenn ich sie brauche.

Annehmen und Vergeben
Wer schon einmal mit dem inneren Kind gearbeitet hat, weiss, dass oft Prägungen entstanden sind, die immer noch wehtun (oder uns in Rage bringen), wenn wir uns daran erinnern.
Der zweite Schritt ist deswegen das Annehmen und folglich das Vergeben. Liebe kann alles annehmen und alles vergeben. Also lade ich meine Ängste, meine Hilflosigkeit und die Ohnmacht in mein Herz ein und lasse sie zu. In diesem Moment des Akzeptierens, kann auch vergeben werden.

Ich kann niemanden verantwortlich machen, dass ich in einer Opferrolle nicht um Hilfe gebeten habe. Schliesslich habe ich auch nur das Beste aus jeder Situation gemacht, genau wie alle anderen. Ich habe aber jetzt die Wahl entweder so weiter zu machen oder mir und allen Involvierten zu verzeihen und Eigenverantwortung zu übernehmen.

Eigenverantwortung übernehmen
Für viele ist es einfach, die Verantwortung abzugeben, und die Schuld dem anderen zuzuschieben. Sei dies mit einer Krankheit, die vom Arzt geheilt werden soll oder das kein Geld mehr da ist – weil man schliesslich total unterbezahlt wird.

Sie befinden sich ebenfalls in einer Opferrolle. Doch genauso, wie ich mir dessen bewusst geworden bin, hat jeder die Chance dies zu ändern.
Ich kann meine alten Glaubenssätze ausgraben, sie durch neue, positive ersetzen und eigenverantwortlich handeln. Das heisst, dass ich um Hilfe bitte, wenn ich sie brauche. Ich darf sagen, was ich fühle und was mir gut tut. So kann es auch zu mir kommen…

Zusammenfassend lädt dich dieser Eintrag ein, ins Innere zu gehen oder das Aussen als Spiegel zu sehen. Mit den oben genannten Schritten kannst du jedes Verhalten ändern und zum bewussteren, liebevollen Leben finden.

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