Wir haben unseren Tiny House Anhänger anfangs März über einen Händler von Vlemmix bestellt. Eine Woche später stand er vor der Tür. Hier ein paar Inputs bezüglich der Anhängerauswahl für ein Tiny House und wie es bei uns weitergeht. 

Welcher Anhänger eignet sich für welche Wünsche

Je nach Bedürfnis, empfiehlt es sich einen Tief- beziehungsweise Hochlader als Basis für das Tiny House zu nehmen. Hier eine kurze Übersicht, was die beiden Anhänger für Vor- und Nachteile haben.

Tiefgelegter PKW-Anhänger

+Die Ladefläche eines Tiefladers ist auf ungefähr 45cm, wodurch ein Loft eingebaut werden kann.
Der Transport ist einfach zu arrangieren, da der Hänger mit einem PKW gezogen werden kann (Achtung: Anhängerführerschein und passendes Zugfahrzeug sind Voraussetzungen)
Ein neuer Anhänger von Vlemmix ist relativ günstig (unter 5.000 Euro).

Die Radkästen müssen in die Planung mit einbezogen werden. Entweder hat man da schlechter Isolierte Stellen oder die Radkästen sind im Haus zu sehen (bzw. auch in Schränken versteckbar).
Ein weiterer Punkt ist die Gewichtsbegrenzung auf 3.5 Tonnen (während dem Transport zumindest).

Hochlader: Zirkuswagen, Lastwagenanhänger

+Je nach Anhänger hat man 5-10 Tonnen Gewicht damit transportieren. Auch in der Länge hat man hier mehr Spielraum. So werden auch die autarken Wohnwagons gemacht, die dafür kein Loft haben.
Solaranlage, schwere Möbel, grosse Fenster und Klavier können dafür nach Lust und Laune eingeplant werden.

Geringere Höhe ermöglicht es nicht, ein Loft einzubauen. Zudem muss der Anhänger mit einem Lastwagen oder einem Traktor gezogen werden, was ein häufigeres Umziehen mühsam machen kann.
Preislich kann ein neuer Anhänger schnell mal 15.000 Euro kosten.

Die Basis unseres Hauses – der Vlemmix Trailer

Wir haben uns für die erste Variante entschieden. Wir werden unser Haus so konstruieren, dass es nicht über 3.5 Tonnen schwer wird, dafür können wir ein tolles Loft einbauen und kommen sicherlich auch günstiger.

Gekostet hat uns der Anhänger 3920 Euro plus 380 Euro für den Transport direkt an unseren Bauplatz.

Kleiner Tipp: Wer sich einen Vlemmix-Anhänger kauft, sollte sich überlegen, ob es sich zeitlich und finanziell lohnt, den Anhänger in Holland abzuholen. Dadurch würde man sich den Transport sparen. Wir hätten den Hänger auch in München abholen können, hätten dafür aber 250 Euro bezahlt. Zudem hätten wir ein Auto und einen Fahrer organisieren müssen, was ein viel grösserer Aufwand gewesen wäre.

Aller Anfang ist schwer

Noch eine kleine Botschaft an alle Tiny-House-Faszinierten, die Angst davor haben, auch ihren Traum vom winzigen Eigenheim zu realisieren. Auch wir haben Angst. Auch nachdem unser Trailer angekommen ist. Was, wenn wir es nicht schaffen, das Gewicht einzuhalten? Was wenn wir es nicht stabil hinbekommen? Was wenn unsere Beziehung nicht hält?

Ja, Angst ist ebenfalls da. Diese Fragen können gestellt werden. Sie können auch dazu führen, dass man seinen Traum eben nicht erfüllt. Wir haben uns beschlossen, lieber zu fragen: Was würden wir tun, wenn wir keine Angst hätten?

Die Antwort ist klar: Wir bauen unser Tiny House! Manchmal muss man den Schritt wagen und den Traum anpacken und Stück für Stück anfangen.

Die ersten Schritte: Antirutschmatte und Siebdruckplatten

Also haben wir den letzten Samstag damit verbracht, unsere Antirutschmatte zuzuschneiden. Bahn um Bahn. 59 Meter – 1 Blase. Endlich was Praktisches, nach der ganzen Planerei 😀

Die Siebdruckplatten haben wir auch schon erfolgreich nach Hause transportiert. Somit ist die Basis unseres Anhängers gesetzt. Frühling und Bausaison können beginnen =)