Dämmen – für einen kuschelig warmen Winter

////Dämmen – für einen kuschelig warmen Winter

Dämmen – für einen kuschelig warmen Winter

2018-09-03T06:43:03+00:00September 3rd, 2018|Bauen, Tiny House "Villa Kuntergrün"|

Dämmen mit ökologischem Material ist zwar immer noch anstrengend und warm, aber zumindest nicht juckend, hustenerregend und stüpfend.

Welches Dämmmaterial?

Ökohaus – Ökodämmung, das ist ja klar. Wir haben uns für eine Jutedämmung mit Maisfasern (zur Stärkung) und Soda (als Brandschutz) entschieden. Die Jute ist ein Upcyclingprodukt von Ritter Sport, welche mit dem Dämmungshersteller zusammenarbeiten und so ihre gebrauchten Kakaosäcke in Baumaterial umwandeln können.

Es gäbe beispielsweise auch noch eine Hanfdämmung vom gleichen Hersteller. Der Hanf wäre dann aus Deutschland, also ein noch etwas regionaleres Produkt. Die Dämmleistung ist gleich gut wie bei der Jutedämmung, sodass wir uns für das günstigere, upcycelte Produkt entschieden.

Dämmen

Wir haben erst den Boden gedämmt, bevor wir ihn verlegt haben. Da wir unsere Abstände zwischen den einzelnen Ständer an die Masse der Dämmung angepasst haben, mussten wir nicht jedes einzelne Stück zuschneiden, allerdings haben wir ja viele Querstreben, sodass Michelle doch einige Blattern abbekommen hat vom vielen Schneiden. Optimal ist die Dämmung 1-2 cm (aus unserer Erfahrung eher 1 cm als 2) breiter als die Lücke, die sie füllen soll. Denn so hält die Dämmung von alleine zwischendrinn. Man steckt sie sozusagen nur fest.

Schutzequipment überflüssig

Ein riiiiesiger Vorteil dieser Naturdämmung ist, dass man sich vor ihr nicht schützen muss. Gerade bei den sommerlichen Temperaturen der letzten Monate hat sich das als sehr praktisch erwiesen. Wir tragen weder Handschuhe noch Mundschutz – die Fasern pieksen nicht, jucken kaum und lösen auch keine Hustenanfälle aus.

Scharfe Messer

Was allerdings unbedingt benötigt wird, sind gute Messer. Michelle hatte angefangen mit dem Teppichmesser, welches vorher schon einiges an Klebeband gesehen hatte, die Dämmung zurechtzuschneiden. Bei 30 Grad ein grosser Fehler, denn mit unscharfem Messer ist dies ein sehr anstrengendes und schweisstreibendes Unterfangen.

Wir haben dann noch scharfe Messer bekommen, direkt mit einem fetten D für Dämmung markiert. Seither nehmen die Blasen an den Händen ab 😉

Schneidmaschine

Um den Rest der Dämmung noch zu verlegen, konnten wir uns beim Baunetz eine spezielle Schneidmaschine ausleihen. Damit ging das Ganze dann wie Butter.

So ist unser Häuschen jetzt schon gedämmt und ready für kühlere Temperaturen. Die Dämmung hilft aber natürlich auch, die Hitze nicht so schnell reinzulassen.

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