Bewusstes Abend-Ritual – für guten Schlaf und Dankbarkeit

///Bewusstes Abend-Ritual – für guten Schlaf und Dankbarkeit

Bewusstes Abend-Ritual – für guten Schlaf und Dankbarkeit

2018-02-15T14:01:31+00:00 Februar 15th, 2018|Rituale, Spirituell|

Gute-Nacht-Geschichten und Gebete vor dem Einschlafen sind weit verbreitet. Doch wenn wir dann mal aus den Kinderschuhen gewachsen sind, fällt das Abendritual oft weg. Hier ein Ritual für deinen Abend – egal ob du alleine oder mit einem Partner zusammenlebst.

Abendroutine vs. Ritual

Viele Menschen schlafen vor dem Fernseher ein, taumeln dann irgendwann rüber ins Bett und schlafen da weiter. Vielleicht sogar ohne Zähneputzen. Andere sitzen vor dem Laptop, bis sie müde sind, sich ausziehen und hinlegen. Und dann geht das Gedankenkarussell los: „Ich hab vergessen, die Tante anzurufen“, „Ich will morgen nicht zur Arbeit“, „Was wenn dies oder jenes nicht klappt?“. Mit diesen Sorgen schlafen wir dann ein und nehmen die Energie mit. Keine sehr positiven Energien, nein, solche die von Angst geprägt sind.

Mit dem untenstehenden Ritual kannst du das aber ganz einfach ändern. Ein Ritual ist wie eine Routine, etwas dass du täglich machst.

Bildschirme und Schlafstörungen

Handys sind unterdessen allgegenwärtig in unseren Leben. Hier noch ne Whatsapp Nachricht und da noch schnell ne Mail. Wir sind fast rund um die Uhr erreichbar. Das stresst nicht nur, es beeinträchtigt auch unseren Schlaf. Wer Abends lang vor einem Bildschirm sitzt, hat vermehrt Schlafprobleme, so diverse Studien. Dies liegt daran, dass  das Blaulicht der Bildschirme, die Produktion des Schlafhormons Melatonin hemmt. Melatonin ist ein Hormon der Zirbeldrüse, das ausgeschüttet wird, wenn es dunkler wird. Dieses macht uns müde und zeigt an, wann es Zeit ist ins Bett zu gehen.

Abschalten!

Es ist wichtig, die Elektrogeräte rechtzeitig auszuschalten. Montiere zudem Steckerleisten, damit du Elektrosmog so gut es geht eindämmen kannst. Auch das WLAN sollte über Nacht ausgeschaltet sein. Handys auf Flugmodus oder ganz ausschalten.

Doch nicht Handy und Laptop können abends eine Pause gebrauchen. Auch unsere Köpfe, die den ganzen Tag meist sehr einseitig beansprucht werden, haben es verdient, abzuschalten. Mir hilft es, mich nochmal hinzusetzen und alles aufzuschreiben, was ich noch erledigen muss am nächsten Tag. Auch Tagebuch zu schreiben hilft. Natürlich kannst du dich auch für eine Meditation hinsetzen, um deinen Kopf freizubekommen.

Gute Nacht Geschichte vs. Nachrichten

Meiner Meinung nach sind es aber nicht nur die Blaulichter, die uns vom Schlafen abhalten. Wer noch Nachrichten schaut oder den Newsfeed durchscrollt wird oft nicht gerade von positiven Neuigkeiten überhäuft. Würdest du einem Kind eine Horrorgeschichte direkt vor dem Schlafen vorlesen? Wahrscheinlich nicht. Warum sollte es dann gut sein für dich selber?

Eine schöne Geschichte oder ein tolles Buch bringen positive Schwingungen, die wir mit in den Schlaf nehmen. Probier es einfach mal aus. Es ist erstaunlich, wie viel positiver man dann in den nächsten Morgen startet.

Unser Abendritual

Als Teenager und auch danach konnte ich oft stundenlang nicht einschlafen. Ich hörte noch Musik, chattete mit Freunden und machte mir Sorgen über alles. Jetzt schlafe ich meist spätestens fünf Minuten nach dem Ritual tief und fest.

In unserem Wohnzimmer steht kein Fernseher. Aber auch wir haben Laptop und Handy, die uns jeden Tag mehrere Stunden begleiten. Doch um 21.00 Uhr klingelt der Wecker. Ja, du hast richtig gehört. Das ist das Zeichen, alle elektronischen Geräte auszuschalten und sich auf’s Schlafengehen vorzubereiten. Wir lüften dann meist während dem Zähneputzen die Wohnung und vor allem das Schlafzimmer. Frische Luft hilft ebenfalls für guten Schlaf. Danach kuscheln wir uns unter die Bettdecke. Wir lesen dann gemeinsam in einem Buch – entweder lese ich oder Felix vor. Wir haben beispielsweise Bücher von Don Miguel Ruiz gelesen. Wenn wir müde werden, kommt mein absoluter Lieblingsteil unseres Abendrituals: Das Dankbarkeitsritual. Danach wird gekuschelt und geschlafen.

Für Singles funktioniert der Ablauf übrigens ebenso gut 😉 Hier nochmals der kurze Ablauf, bevor ich euch mehr zum Dankbarkeitsritual erkläre.

Der Ablauf

  • Schlafengeh-Wecker
  • Wohnung und Schlafzimmer lüften
  • Zähneputzen, Gesicht waschen
  • Ab unter die Bettdecke
  • Lesen
  • Dankbarkeitsritual
  • Kuscheln und schlafen

Das Dankbarkeitsritual

Egal ob du alleine im Bett liegst oder neben deinem Partner. Das Dankbarkeitsritual wird deine Schwingung erhöhen und du wirst dich auf das positive konzentrieren. Plötzlich scheint der Tag gar nicht mehr so schlecht gewesen zu sein, wenn man sich auf die schönen Dinge fokussiert. Und so zieht man auch für den nächsten Tag mehr davon an…

Wenn du alleine bist

Schreibe dir jeweils 3 Dinge auf, die du an dem Tag mochtest. Und dann 3 Dinge, für die du dankbar bist. Zum Schluss kannst du noch 3 Dinge aufschreiben, auf die du dich am nächsten Tag freust. Wer nicht schon wieder in die Zukunft reisen möchte, kann letzteres auch auslassen und am nächsten Morgen nachholen. Und wenn du ein Schreibmuffel bist, kannst du dir das Ritual auch laut vorsagen…

Für Paare

Einer der Partner fängt an, indem er 3 Dinge erzählt, die er an diesem Tag mochte. Nun kommt der andere Partner und sagt, was ihm gefallen hat. Dann wechselt man wieder: Nun darf man dem Partner 3 Dinge sagen, für die man dankbar ist am anderen. Dann ist wieder der andere Partner an der Reihe.

Optional können dann noch 3 Dinge folgen, auf die man sich freut am nächsten Tag. Das kann ebenfalls auch auf den nächsten Morgen verschoben werden, um einen positiven Start in den Tag zu haben.

Drama vs. Dankbarkeit

Wenn Felix und ich manchmal in irgendwelchen Dramen stecken und ziemlich schlecht gelaunt ins Bett gehen, vielleicht nicht einmal aneinander kuscheln, hilft das Ritual extrem. Klar braucht es Überwindung, dann das Ritual durchzuführen. Doch weil es Routine ist, gehört es ebenso dazu wie Zähneputzen.

Durch die Konzentration auf etwas Positives, das einem gefallen hat, wird einem oft bewusst, dass das Drama gar nicht so wichtig ist. Und sobald man dann auch noch überlegt, wofür man dem Partner dankbar ist, merkt man, wie wertvoll dieser Mensch doch ist. Zudem bekommt man ja auch noch nette Komplimente zu hören. Bei uns hat es jedes Mal funktioniert, Frieden zu schliessen und mit gutem Gewissen einzuschlafen.

Es ist übrigens auch in einer Zeit entstanden, in der wir uns sehr voneinander entfernt fühlten. Durch das Ritual haben wir gelernt, uns wieder auf die Dankbarkeit und die positiven Seiten zu konzentrieren und offen zu kommunizieren. Denn sobald man mal aus dem Drama ist, kann man auch offen darüber reden, was los ist.

Finde dein Abendritual

Um ein Ritual in den Alltag zu integrieren, ist es wichtig, darauf zu achten, dass es in deinen Alltag passt. Wie Rebecca in diesem Artikel schreibt, geht es nicht darum, den Alltag dem Ideal anzupassen – dies wird nie funktionieren. Es geht darum, das Ideal am Alltag anzupassen. Wenn du gerne jeden Morgen 1 Stunde meditieren möchtest, aber dafür eine Stunde früher aufstehen müsstest, obwohl du ein Morgenmuffel bist, wird es schwierig sein. Also fang klein an. Schau dir deinen Alltag an und überlege, wann du dir für was Zeit nehmen möchtest. Weniger Fernsehen und Social Media am Abend, dafür mehr Lesen und Meditieren? Egal was, stelle Schritt für Schritt um. Dann hast du auch Erfolg. Mehr zum Integrieren von Ritualen findest du auch in diesem Artikel.

In diesem Sinne – Gute Nacht 😉

 

PS: Möchtest du auch wissen, wie mein Morgenritual aussieht?

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